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Bronzeskulptur „Centauer und Nymphe“
von Reinhold Begas.
Geboren am 15.7.1831, gestorben am 3.8.1911.
Berühmter deutscher Bildhauer und Leiter des Meisterateliers der Akademie
der schönen Künste in Berlin von 1876 bis 1903.

Diese Bronzeskulptur ist ca um 1881 entstanden und eine „Kleinausgabe“, ca. 65 Zentimeter hoch, mit dem Titel: „Centauer und Nymphe“, eines von vielen berühmten Werken, von Reinhold Begas geschaffen.

Das große Originalbildnis, ebenso aus Bronze, ist in Berlin zu finden. Dieses beeindruckende Original ist, wie viele Kunstgegenstände, ein Opfer des 2. Weltkrieges geworden. Bei einem heftigen Luftangriff auf Bremen schlugen Bomben auch in jenes Haus ein, in dem die Figur ihr „Zuhause“ hatte. Die gewaltige Sprengkraft zerstörte einen Teil des Hauses.

Die Bronzestatue,die in diesem Bereich stand, wurde durch die Explosion in Mitleidenschaft gezogen. Das angehobene rechte Vorderbein wurde abgerissen und ging verloren. Der gesamte Sockelbereich wurde deformiert, wodurch sich einige Risse im Bereich des rechten Hinterbeins und im umlaufenden Sockel bildeten. Glücklicherweise konnte das „Kriegsopfer“ überleben. Über 60 Jahre stand die beschädigte Skulptur zeitweise in einem Schuppen und im Garten des Anwesens. Kaum beachtet, als Ruheplatz von Vögeln genutzt und von deren Kot überzogen. Bis 2011 der neue Besitzer die Figur in einer Auktion erwarb und eine Restaurierung in Auftrag gab.

Bildvorlagen des „großen“ Originals aus Berlin waren Grundlage für die Rekonstruktion des rechten Vorderbeins, das aus einer Wachsform nachgegossen wurde und wie das Originalbein wieder an der Figur mit Bronzezapfen angebracht wurde. Die Deformation des Sockels wurde durch einen zusätzlichen Bronzering ausgeglichen und so der Skulptur wieder zu einem ebenmäßigen Stand verholfen. Die übrigen „Narben“ wurden belassen und zeugen von der aufregenden „Lebensgeschichte“. So bleibt uns diese einzigartige Schöpfung mit einer magischen Ausstrahlung als mahnender „Zeitzeuge“ des Krieges erhalten und zieht doch jeden Betrachter mit ihrer Schönheit in ihren Bann.

Gedanken zum Bild von Helo:

Können Menschen lernen?
Ein Szenario des Schreckens hat der Maler hier dargestellt.
Ein apokalyptisches Bild, für das es keinen Titel bedarf.
Und doch könnte ein Maler oder Fotograf auch heute an
den Kriegsschauplätzen der Welt solche Geschehnisse dokumentieren.

Da stellt sich die Frage, wie weit der Mensch in der Evolution fortgeschritten ist.
Wer sind die Drahtzieher, die Gurus, die Ketzer und Brandstifter,
die solch grausame Energie entfesseln, die kein „wildes Tier“ aufbringen könnte?

Die „Hexer“, die aus unersättlicher Machtgier einen Scheiterhaufen aus konfusem religiösem oder gar ausschließlich aus wirtschaftlich motiviertem Wahnsinn aufschichten und in Brand stecken. Meist nur wenige dieser Betonköpfe missbrauchen dann eine „Horde Mensch“, zu Ihrem Vorteil und auf Kosten der Menschlichkeit, um ihre Machtpläne zu realisieren. So sind in der Weltgeschichte, wie wir wissen, ganze Völker und Kulturen vernichtet worden.

Und diese Geschehnisse sind auch auf tausenden von Buchseiten erzählt und beschrieben und doch hat der Mensch bis zum heutigen Tag nichts daraus gelernt. Die „Rezeptur“ der Macht ist fest in den Hirnen dieser „Spezies“ installiert. Deshalb sollten solche Bilder immer dann, wenn die „Zutaten“ solcher „Machtgerichte“ „wachsen“, rechzeitig allem Volk zur Mahnung gezeigt werden.